Marcus Raible

Marcus Raible - Bonner Lern- und Therapiezentrum

Sehr geehrte Eltern und Fachkräfte,

als Ergotherapeut, Lern- und Verhaltenstrainer lerne ich seit Jahren viele schulische Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kennen.

Zu meiner Tätigkeit gehört unter anderem die Betreuung von Familien, deren Kinder unter Lernstörungen oder Lernblockaden leiden. Aber auch Aufmerksamkeitsschwächen (ADS/ADHS), Autismus, Lese-Rechtschreibschwäche und Rechenschwäche sowie Mobbing benötigen aufgrund ihres negativen Einflusses auf das Lernverhalten immer den Aufbau von Lernmotivation und Lösungsstrategien. Der Umgang mit Widerständen oder sozialer Unsicherheit sind Teile meiner täglichen Arbeit.

In Zusammenarbeit mit Lehrern, Erziehern und Ärzten in verschiedenen Bundesländern konnte ich die oft schwierigen Situationen aus unterschiedlichen Sichtweisen im Schulalltag betrachten und besser verstehen lernen. Das unterschiedliche Lern- und Sozialverhalten von Jungen und Mädchen ist mir bestens bekannt – nicht alle Kinder lernen gleich, jedes Kind benötigt individuelle Lösungsstrategien zum Aufbau von Lernmotivation sowie zur Steigerung der Lernleistung.

Auch kommen nicht alle Kinder mit den gleichen Materialien und Methoden zurecht.

Durch Missverständnisse oder negative Erfahrungen zwischen Erwachsenen und Kindern werden Schüler oft falsch verstanden und eingeschätzt. Dies gilt sowohl für den häuslichen als auch für den schulischen Bereich und kann zu fehlender Motivation, Aufmerksamkeit und immer größeren Lernlücken führen. Misserfolge, Konkurrenzdenken und steigende Frustration beim Lernen verstärken die aktiven oder passiven Widerstände und Unsicherheiten, welche Sie dann im Alltag wahrnehmen können.
Weitere Folgen sind die gehäuften Konflikte zwischen Lehrern und Schülern sowie auch unter den Schülern selbst.

Unsere Lehrer haben es heute nicht leichter: Die fehlende Unterstützung vieler Lehrer, z.B. durch eine gezielte praktische Anleitung – heutzutage auch mit videogestützter Reflexion – erschwert den Arbeitseinstieg junger Lehrer. Das Unterrichten einer Gruppe von über 20 Kindern ist nicht zu unterschätzen und bedarf einer erfahrenen Struktur, um die ungleich kompetenten Schüler erfolgreich zu unterrichten und für das Lernen zu motivieren.

Auch werden Supervisionen, zur Bewusstmachung des erzieherischen Verhaltens nicht ausreichend unterstützt. Zusätzlich werden die Fachkräfte durch die Auferlegung von schulinternen Arbeitsabläufen und Verpflichtungen unnötig unter Druck gesetzt. Sie werden in ihrer Arbeit nicht selten, mit kaum lösbaren Aufgaben und Konflikten konfrontiert und sind oft der Frustration von Eltern und Schülern ausgesetzt.

Durch die langjährige Arbeit in meiner eigenen Ergotherapeutischen Praxis bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass wir in unserem Schulsystem aktuell nur gemeinsam und durch die Kooperation verschiedener Fachkräfte sowie Eltern alle Kinder zum Ziel führen können: dem jeweils bestmöglichen Schulabschluss.

So wurde die Idee des Bonner Lern- und Therapiezentrums geboren, um allen Schülern helfen zu können, die ihre Defizite und Konflikte auflösen möchten. Wir wollen dabei auch Schulen, Lehrer und Eltern durch eine konstruktive Zusammenarbeit unterstützen, Erfahrungen austauschen und unsere Arbeit durch ein professionelles Netzwerk weiterentwickeln.

Mit freundlichen Grüßen
Marcus Raible

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